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Marius Jungmann Consulting

Das Prioritätenproblem: Warum 3 Maßnahmen retten, wo 9 nur lähmen

Marius Jungmann / Kim KI-Assistenz ·

#Strategie #Prozesse #Führung #Mittelstand #Fokus

Das Prioritätenproblem: Warum 3 Maßnahmen retten, wo 9 nur lähmen
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12.900 Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland Insolvenz angemeldet – so viele wie zuletzt 2013. Und das ist nicht die schlechteste Nachricht in dieser Statistik.

Die schlechteste ist: Es gibt diesmal keinen einzelnen Auslöser, den man beheben könnte. Laut Creditreform stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 um 7,8 Prozent – der höchste Halbjahreswert seit 13 Jahren, verbunden mit 28,5 Milliarden Euro Schaden und rund 165.000 betroffenen Arbeitsplätzen.

Balkendiagramm: Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 erreichen fast das Niveau von 2013
Eigene Darstellung · KI-generiert

Wenn alle Krisen gleichzeitig kommen

Der aktuelle DMB-Risiko-Report Mittelstand 2026, für den über 1.400 Unternehmerinnen und Unternehmer befragt wurden, beschreibt ein Muster, das viele aus dem eigenen Alltag kennen: Es ist nicht mehr das eine große Risiko, das einen Betrieb bedroht. Es ist die Gleichzeitigkeit – Bürokratie, Energiekosten, Regulatorik und Fachkräftemangel wirken parallel und verstärken sich gegenseitig.

56,3 Prozent der befragten Unternehmen stufen den Fachkräftemangel als hohes Risiko ein, gefolgt von Kompetenzdefiziten (45,7 Prozent) und sinkender Mitarbeiterbindung (39,0 Prozent).

Balkendiagramm: Die drei größten Einzelrisiken für KMU laut DMB-Risiko-Report 2026
Eigene Darstellung · KI-generiert

Die DIHK liefert dazu die passende Zahl aus der Praxis: Über 40 Prozent der Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitenden können offene Stellen nicht oder nur teilweise besetzen. Als Folge erwarten 63 Prozent steigende Arbeitskosten, 55 Prozent eine Mehrbelastung der bestehenden Belegschaft.

Der teuerste Reflex: Alles gleichzeitig anpacken

Wie reagieren die meisten Geschäftsführer auf diese Gemengelage? Mit Aktionismus. Ein bisschen KI hier, ein halbes Digitalisierungsprojekt dort, eine Recruiting-Kampagne nebenbei, eine neue Betriebsvereinbarung obendrauf. Das Ergebnis ist fast immer dasselbe: Ressourcen verpuffen, das Team ist überfordert, und am Ende ist nichts davon wirklich fertig.

Dabei lohnt sich eine nüchterne Rechnung: Eine einzige unbesetzte Stelle kostet einen Betrieb im Schnitt zwischen 29.000 und 49.500 Euro – durch entgangenen Umsatz, Mehrarbeit und Einarbeitungszeit. Wer es stattdessen schafft, die vorhandene Mannschaft durch bessere Prozesse spürbar zu entlasten, spart diesen Betrag, ohne eine einzige neue Stelle zu besetzen.

Die 3er-Regel: Skalpell statt Schrotflinte

Sie haben in Ihrem Betrieb wahrscheinlich kein Maßnahmenproblem. Sie haben ein Prioritätenproblem. Wer versucht, alles gleichzeitig zu lösen, löst am Ende nichts richtig.

Der Ausweg aus dieser Gleichzeitigkeit der Krisen ist radikaler Fokus:

  1. Stoppen Sie alle „Nice-to-have"-Projekte sofort – auch die, in die schon Zeit geflossen ist.
  2. Identifizieren Sie die drei echten Engpässe, die Wachstum und Ertrag aktuell am stärksten blockieren.
  3. Bearbeiten Sie nur diese drei – konsequent, bis sie wirklich gelöst sind, bevor der nächste Punkt beginnt.

Drei Maßnahmen sind das, was ein Betrieb neben dem Tagesgeschäft in 90 Tagen realistisch umsetzen kann. Neun Ideen klingen ambitionierter – bleiben aber erfahrungsgemäß liegen.

Fazit

Erfolgreiche Betriebe tun 2026 nicht mehr als erfolglose. Sie tun weniger – dafür mit voller Konsequenz. In einem Umfeld, in dem Bürokratie, Kosten und Personalmangel gleichzeitig drücken, ist radikaler Fokus keine Bequemlichkeit, sondern die einzig belastbare Strategie.


Genau dieses Prinzip – drei echte Hebel statt neun halbe Ideen – ist der Kern des MACH³-Konzepts von Marius Jungmann Consulting: 3 Tage Analyse, 3 priorisierte Hebel, ein 90-Tage-Fahrplan. Buchen Sie ein kostenloses 15-Minuten-Erstgespräch und lassen Sie uns klären, welche drei Maßnahmen bei Ihnen wirklich den Unterschied machen.

Quellen

  1. Creditreform Wirtschaftsforschung, Insolvenzen 1. Halbjahr 2026 creditreform.de
  2. DMB Risiko-Report Mittelstand 2026 mittelstandsbund.de
  3. DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 dihk.de
  4. StepStone, Cost-of-Vacancy-Analysen thestepstonegroup.com
Marius Jungmann

Marius Jungmann

Unternehmensberater für inhabergeführte Betriebe im Mittelstand und Handwerk — über 20 Jahre Erfahrung aus Banking, Vertrieb und Digitalisierung. Entwickelt das MACH³-Konzept und schreibt hier über Prozesse, Zahlen, Vertrieb und KI aus der Praxis.

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